Die Geschichte der Suppe
Bereits vor 9500 Jahren hat der Mensch die erste Suppe gekocht. Diese wurde damals hauptsächlich aus gemahlener Gerste, Weizen, Hafer, Hirse und anderen pflanzlichen Rohstoffen hergestellt.Erst viel später wurden Suppen mit Fleisch ergänzt und als sättigende Mahlzeit gereicht.Wie sehr die Suppe geschätzt war, zeigt auch das Beispiel der in Ägyptenüblichen Grabbeigaben: Forscher fanden im Grab eines reichen Ägypters neben Schmuckstücken etc. auch Reste einer Gerstensuppe und einen Suppenlöffel.

Dem Siegeszug der Suppe konnten sich auch die Griechen nicht entziehen. Sie bereiteten eine Art Eintopf aus zerstampftem Vollkorn mit Einlagen aus Erbsen und Linsen zu.

Die Römer pflegten bereits eine höhere Suppen-Kultur: Flüssige Gerichte - unserer heutigen Bouillon ähnlich - nannten sie “potus”; von potare = trinken, woraus die Franzosen später ihre “potee” (Eintopf) und ihre “potage” (Suppe) machten.Die Germanen ernährten sich zur selben Zeit von “Mus” einem Eintopf aus Getreide, Gemüse und Fleisch.Den richtigen Aufschwung nahm die Suppe im 12. Jahrhundert: Damals wurden sehr häufig Speck-, Sauerampfer-, Wein- und Fischsuppen gegessen. Solche Suppen findet man bereits wieder auf den Speisekarten heutiger Gourmet-Tempel! Mit der Entdeckung Amerikas durch Kolumbus im Jahre 1492 wurde die “Suppenküche” noch abwechslungs- reicher. Durch Mais, Tomaten,Kartoffeln und neu eingeführte Gewürze wurde sie enorm bereichert. Schließlich entstand unter Ludwig XIV. (1638 - 1715) die “feine Küche” der Suppenrezepte. Er förderte den Anbau von Schwarzwurzeln, Spargel und Artischocken. 1844 landete Henriette Davidis den großen Küchen-Coup: Ihr Kochbuch für die gewöhnliche und feine Küche